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Eine neue Bahn für das Waldenburgertal

Bis 2022 wird die Bahnlinie im Waldenburgertal vollständig erneuert: von den Gleisen über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Depot in Waldenburg. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 300 Mio. Franken.

 
 
 

Eine einmalige Chance für das Tal und die Agglomeration Liestal

 
 

Bauprojekt

Per 1. Januar 2016 hat die BLT Baselland Transport AG vom Tiefbauamt des Kantons die Führung des Infrastruktur- Erneuerungsprojekts für die Bahnlinie Liestal-Waldenburg über­nommen. Das Bauprojekt beinhaltet drei zentrale Elemente:

  • Einbindung der Linie 19 in den Bahnhof Liestal im Rahmen des Vierspurausbaus der SBB
  • komplette Neugestaltung des Standorts Waldenburg
  • Neubau der gesamten Strecke und aller Haltestellen


Das Erneuerungsprojekt wird mit Hochdruck vorangetrieben. 2016 standen Planungen und Projektierungen der neuen Streckenführung im Vordergrund. Die 13 Kilometer von Liestal nach Waldenburg wurden für die Bauphase in acht Lose unterteilt: sechs Lose für die Strecke, je ein Baulos bilden der Bahnhof Waldenburg und der Bahnhof Liestal. Bei Letzterem liegt die Projekt­leitung bei den SBB. Für die übrigen sieben Baulose hat die BLT im Jahr 2016 die Planerteams bestellt und beauftragt.

 

Bahnhof Waldenburg

Der Bahnhof Waldenburg wird bis 2022 vollständig erneuert. Neben den Gleisen entstehen Depots und Werkstätten für den Betrieb.

 

Strecke Liestal–Waldenburg

Für die verschiedenen Streckenabschnitte zwischen Liestal und Waldenburg wurden die Planungs­aufträge erteilt. Die Baugesuche werden grösstenteils bis Ende 2017 im Entwurf vorliegen. 2016 wurde anhand der Fahrgastnachfrage auch das bestehende Betriebskonzept aktualisiert. Es sieht einen Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrs und einen Halbstundentakt in den Neben­ver­kehrs­zeiten vor. Daraus abgeleitet haben wir die Kreuzungsstellen entlang der Strecke festgelegt. Zwei Passagen zwischen Lampenberg und Hölstein sowie zwischen Niederdorf und Winkelweg werden neu auf Doppelspur ausgebaut. An beiden Orten wird aus Platzgründen die Vordere Frenke verlegt und zum Teil renaturiert.

 

Erste Bauarbeiten 2018

Das Datum für die Inbetriebnahme der neuen Bahn ist gesetzt: der Fahrplanwechsel im Dezember 2022. Vorgängig werden drei Monate benötigt, um die neuen Züge sowie die Strecke mit den Betriebsabläufen intensiv zu testen und das Personal zu schulen. Auch die Funktionsfähigkeit der neuen Bahnsicherungsanlagen muss sichergestellt werden. Um die Termine einhalten zu können, setzen wir uns zum Ziel, möglichst viele Bauarbeiten vor der Totalsperre 2022 zu realisieren. So werden sämtliche Haltestellen vorgängig umgebaut. Ebenfalls vor 2022 sollen die Strecken­abschnitte für die Umspurung vorbereitet werden. Die Hauptarbeiten für den Untergrund auf den Streckenab­schnitten erfolgen dabei grundsätzlich während der Schulferien. Die ersten Umbauten werden anfangs 2018 beginnen. Es handelt sich dabei um die Haltestellen Bubendorf und Tal­haus, beide in der Gemeinde Bubendorf.

 

Zusammenarbeit mit Gemeinden/ Kanton/Bund

Baustellen bedeuten immer auch Beeinträchtigungen. Um diese für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, arbeitet die BLT eng mit den Gemeinden entlang der Strecke, sowie mit dem Kanton und dem Bund zusammen. So gibt es beispielsweise mit Niederdorf eine Arbeits­gemein­schaft zur Dorfkernplanung. Für die Einwohnerinnen und Einwohner der einzelnen Gemeinden im Waldenburgertal werden regelmässig öffentliche Informationsabende durch­geführt.

 

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