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Eine neue Bahn für das Waldenburgertal

Die Bahnlinie im Waldenburgertal wird bis 2022 voll­ständig erneuert: von den Gleisen über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Bahnhof in Waldenburg. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 300 Mio. Franken.

 
 
 

Eine einmalige Chance für das Tal und die Agglomeration Liestal

 
 

Bauprojekt

Als die BLT im Jahr 2016 mit der Waldenburgerbahn AG fusionierte, übernahm sie zugleich die Feder­führung des Infrastruktur-Erneuerungsprojekts der Bahnlinie Liestal-Waldenburg.

Das Bauprojekt beinhaltet:

  • die Einbindung der Linie 19 in den Bahnhof Liestal im Rahmen des Vierspurausbaus der SBB
  • den Neubau des Bahnhofs Waldenburg inklusive Bahndepot
  • den Neubau der 13 Kilometer langen Bahnstrecke inklusive Haltestellen sowie
  • umfassende Hochwasserschutz-Massnahmen entlang der Vorderen Frenke.
 

Bauphasen

Die Bahnstrecke von Liestal nach Waldenburg wurde in acht Baulose unterteilt: sechs Lose für die Bahnstrecke sowie je ein Los für den Bahnhof Waldenburg und den Bahnhof Liestal. Bei Letzte­rem sind die SBB für die Projekt­leitung verantwortlich.

Der Startschuss für den Vierspurausbau und das Wendegleis in Liestal erfolgte im Juni 2019. Die Inbetriebnahme ist per Ende 2025 geplant. Im Rahmen des Vierspurausbaus wird die Gleisanlage der Waldenburgerbahn seitlich verschoben und neu erstellt.

Im 2018 reichte die BLT zahlreiche Baugesuche, sogenannte Plan­genehmigungs­gesuche, beim Bundesamt für Verkehr (BAV) ein. Im 2020 wird das BAV über die Plangeneh­mi­gungen der einzelnen Lose entscheiden. Die Bauphase ist ab Sommer 2020 geplant, sobald die recht­lichen Zusagen vorliegen, und wird rund drei Jahre dauern.

 

Neubau Bahnhof Waldenburg

Der Bahnhof Waldenburg inklusive Bahndepot, Werkstatt, Unterhalts­halle, Waschanlage und Personalräume wird bis 2022 vollständig erneuert. Der Neubau wird den Ortseingang von Walden­burg nachhaltig verändern und als neuen attraktiven Treffpunkt und zentrale Verkehrs­drehscheibe aufwerten. Lesen Sie mehr dazu im WB Magazin 1/2019.

 

Neue Stadtbahn-Fahrzeuge Tramlink

Die öffentliche Ausschreibung für das neue Rollmaterial erfolgte gemein­sam mit der Aargau Verkehr AG. So konnten Investitionen in der Höhe von CHF 3.3 Mio. gespart und Synergien bei der Beschaffung und im Unterhalt genutzt werden. Den Zuschlag erhielt die Stadler Rail AG mit ihrem Niederflurfahrzeug Tramlink. Die Tramzüge werden im Stadler-Werk in Valencia gebaut und auf der werkseigenen Teststrecke geprüft. Ab Juli 2022 werden sie direkt nach Waldenburg geliefert. Bis zur Eröffnung der neuen Linie 19 werden die Fahrzeuge auf der neuen Strecke mit den Betriebsabläufen intensiv getestet, das Personal geschult sowie die Funktionsfähigkeit der neuen Bahnsicherungsanlagen sichergestellt.  

Erfahren Sie mehr zu den neuen Stadtbahn-Fahrzeugen im WB Magazin 2/2018. 

Die zehn neuen Stadtbahn-Fahrzeuge werden ab Dezember 2022 auf der Linie 19 verkehren, im Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten und im Halbstundentakt zu den Neben­ver­kehrs­zeiten. Der Taktfahrplan wird auf die Anschlüsse in Liestal ausgerichtet sein.

 

Hochwasserschutz und Renaturierung

Die Strecke der Waldenburgerbahn verläuft teilweise auf einem schmalen Damm zwischen der Kantonsstrasse und der kanalisierten Vorderen Frenke. Mit dem Neubau der Bahn­linie, der Renaturierung der Vorderen Frenke und diversen Hoch­wasser­schutz­massnahmen werden die neuralgischen Punkte entschärft und zugleich die Sicherheit für alle Verkehrsbeteiligten sowie der Schutz ­der Bevölkerung massgeblich erhöht.

In enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle Wasserbau des Kantons Basel­-Landschaft werden entlang der Strecke, primär in Niederdorf, Hochwasserschutzbauten errichtet, um zukünftig Schäden durch extreme Hochwasser so weit als möglich zu verhindern. In Niederdorf wird das heutige Bachbett der Vorderen Frenke verbreitert und leicht vertieft, sodass die Wassermassen besser abfliessen können. In Lampenberg und Hölstein wird der Flussverlauf umgeleitet, weil die Walden­burger­bahn auf Doppelspur ausgebaut und entsprechend mehr Platz benötigt wird. Zugleich wird die Vordere Frenke auf diesem Abschnitt renaturiert. Das Bachbett wird mit Niederwasserrinne und Böschungen verbreitert und die Strömungsvielfalt durch Störsteine, Wurzelstöcke und weitere Elemente verstärkt.

 

Zusammenarbeit mit Gemeinden/Kanton/Bund

Baustellen bedeuten immer auch temporäre Beeinträchtigungen. Um diese für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, arbeitet die BLT eng mit den Gemeinden entlang der Bahnstrecke sowie mit dem Kanton Basel-Landschaft und dem Bund zusammen. Der regelmässige Kontakt und direkte Austausch mit der Be­völkerung des Waldenburgertals ist für die BLT zentral. In Gesprächen, an Informationsanlässen in den Gemeinden sowie mittels WB Magazin, das an die Bewohnerinnen und Bewohner im Waldenburgertal verschickt wird, informiert die BLT jeweils über den aktuellen Projekt­stand und die nächsten Meilen­steine.

 

Baulogistik- und Verkehrskonzept

Die Bautätigkeiten werden auf der Kantonsstrasse zu temporären Verkehrseinschränkungen führen. Wenn immer möglich werden zwei Fahrspuren aufrechterhalten. Dies kann durch die Verschiebung der Fahrbahn, durch die Umleitung einer Fahrspur oder des Fahrradwegs oder durch Temporeduktionen erfolgen. Eine einseitige Sperrung mit Regelung durch eine Lichtsignal­anlage kommt nur als letzte Massnahme zum Einsatz und ist teilweise nicht zu vermeiden.

Durch ein grossräumiges Umfahrungskonzept werden die Baustellenbereiche entlastet. Tempo­räre Materialdepots im Tal helfen zusätzlich den Baustellenverkehr zu reduzieren.

Während der Aushub-, Abbruch- und Neubauarbeiten werden grosse Mengen von Material transportiert, in den Materialkreislauf zurückgeführt, zwischengelagert oder zur jeweiligen Baustelle geliefert. Die Fahrdistanzen zur Baustelle werden möglichst kurzgehalten. Die Material­lieferung erfolgt «just in time». In jedem Losabschnitt werden dafür Installationsflächen eingerichtet.

Erfahren Sie mehr dazu im WB Magazin 2/2019 und in der Präsentation Informationsanlass November 2019

 

Buslinie 19 als Bahnersatz

Von Osterdienstag, 6. April 2021, bis Samstag, 10. Dezember 2022, wird die gesamte Strecke der Waldenburgerbahn von Liestal bis Waldenburg vollständig gesperrt. Dann erfolgt der effektive Bau der neuen Bahnlinie. In dieser Zeit verkehren moderne klimatisierte Gelenkbusse. Die Reisezeit mit dem Bus von Waldenburg nach Liestal verlängert sich in den Hauptverkehrs­zeiten um maximal 10 Minuten gegenüber der Fahrt mit der WB. Ab Hölstein sind es ca. 6 Minu­ten. Es empfiehlt sich, während der Bauphase der WB genügend Reisezeit einzuberechnen. 
 

7,5-Minuten-Takt während den Stosszeiten

Der Busbetrieb der Linie 19 wird auf die Bahnanschlüsse in Liestal abgestimmt. Der Fahrplan ist auf das Fahrgastaufkommen ausgerichtet. Während den Stosszeiten wird der Takt verdichtet und die Busse fahren im 7,5-Minutentakt. Es werden alle Haltestellen der WB bedient sowie in Liestal zusätzlich die Haltestellen Stadion (Ein- und Ausstieg) und Kaserne (Ausstieg in Richtung Liestal). In Liestal halten die Busse zentral vor dem Gerichtsgebäude.

Weitere Infos unter WB Magazin 2/2019, Präsentation Informationsanlass November 2019 und Sperrkalender.

 

Teilsperrung der WB im Sommer 2020

Vom 28. Juni 2020 bis 9. August 2020 wird der Bahnverkehr der WB zwischen Liestal und Lampenberg-Ramlinsburg eingestellt. Die SBB benötigen die Teilsperrung im Rahmen des Vierspurausbaus Bahnhof Liestal. Während dieser Zeit setzt die BLT Busse als Ersatz der Linie 19 ein. Weitere Infos im WB Magazin 2/2019

 

Übersicht neue Linienführung

 

  

 
 

Magazin Linie 19

 
 
 

Ausgabe 1 / 2019

 

Ausgabe 2 / 2019

 
 

Ausgabe 1/2018

 

Ausgabe 2 / 2018

 
 

Ausgabe 1/2017

 

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