Das Bauprojekt im Überblick
Was verändert sich mit den Bauarbeiten auf dem Streckenabschnitt Surbaum bis Freilager? Das Video liefert kurz und bündig die Antworten.
Was verändert sich mit den Bauarbeiten auf dem Streckenabschnitt Surbaum bis Freilager? Das Video liefert kurz und bündig die Antworten.
Die Haltestellen Heiligholz und Gartenstadt werden Richtung Basel-Stadt verschoben. Die Haltestellen Gartenstrasse und Loogstrasse werden zusammengelegt. Die bisherige Haltestelle Loogstrasse wird aufgehoben. Die Verkehrsknoten Gartenstadt und Bottmingerstrasse-Emil Frey Strasse erhalten eine neue Verkehrs- und Strassenführung.
Kontaktieren Sie uns unter:
linie11[at]blt.ch
Die Gründe für das etappenweise Vorgehen sind auf die gestaffelten Projekteingaben und Bewilligungsverfahren der einzelnen Teilprojekte sowie auf die engen Platzverhältnisse mit Tram-, Bus-, motorisiertem Individual- und Langsamverkehr zurückzuführen. Die Etappierung bietet mehr Flexibilität für die Bauinstallationen und ermöglicht die temporäre Lagerung von Material nahe der Baustelle sowie die Platzierung von Arbeitscontainern und Baumaschinen.
Bei der Festlegung der Bauetappen ist die BLT Baselland Transport AG bestrebt, jeweils den Sperrabschnitt und den Tramersatzverkehr möglichst kurz zu halten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Tram für ein Wendemanöver auf eine Tramschlaufe angewiesen ist und entsprechend nicht an einem beliebigen Ort auf der Strecke wenden kann. Bei den Baumassnahmen 2023 fuhren die Trams bis zur Tramschlaufe Reinach Süd und die Tramersatzbusse weiter bis nach Aesch. Im Jahr 2024 fahren die Trams bis zur Schlaufe Reinach Surbaum und die Tramersatzbusse weiter bis nach Aesch. Auf diese Weise wird der reguläre Trambetrieb möglichst weit aufrechterhalten und nur der unmittelbare Baubereich durch einen Busbetrieb ersetzt. Während der dritten Bauetappe im Jahr 2026 ist dies nicht möglich, da der unmittelbare Bereich der Tramschlaufe Surbaum bis zur Haltestelle Reinacherhof erneuert wird.
Die Instandsetzung von Infrastrukturen ist ein komplexer Vorgang mit vielen Beteiligten. Die BLT ist bestrebt, in einer Sperre möglichst viele Baumassnahmen zu bündeln und den Unterbruch möglichst effizient zu nutzen. Beispielsweise werden während der Tramsperre 2024 in Reinach, zusätzlich zur kompletten Erneuerung des Gleisabschnitts Habshagstrasse bis Gartenstrasse, die Schienenfugen und der Deckbelag im Reinacher Ortszentrum erneuert, die Haltestellen Vogesenstrasse und Reinach Süd behindertenkonform umgebaut und die Fahrleitung der Wendeschlaufe Reinach Süd erneuert.
Die Etappierung und Bündelung der Baumassnahmen erfolgen auch im Hinblick auf verträgliche Einheiten für die verschiedenen Stakeholder. Die erforderlichen Ressourcen bei der BLT, bei den Planern und Bauunternehmen sind begrenzt. Die drei Bauetappen in ein Grossprojekt von einer Streckenlänge von 8.5 Kilometern zusammenzufassen, wäre weder sinnvoll noch realisierbar.
Nein, eine Insellösung ist nicht machbar und birgt zu grosse Risiken. Bei einem Fahrzeugdefekt würde die Strecke blockiert, und es müsste kurzfristig ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert werden. Dafür sind aber sowohl Busse als auch Fahrpersonal in grosser Anzahl nur mit langer Planung verfügbar. Aufgrund kurzfristiger Ereignisse im Inselbetrieb müsste im ungünstigsten Fall der Betrieb eingestellt werden. Zudem müssten Fahrgäste zweimal umsteigen, was nicht kundenfreundlich wäre.
Die Gleisabschnitte und die Fahrleitungsanlage stammen aus den 70er und 80er Jahren und haben ihre Lebensdauer erreicht. Die Sanierung dieses Streckenabschnitts ist notwendig, um einen sicheren und zuverlässigen öffentlichen Verkehr zu gewährleisten. Zudem werden die Tramhaltestellen an das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG) angepasst.
Für Menschen mit einer Behinderung bedeutet Mobilität im Alltag Unabhängigkeit und mehr Lebensqualität. Das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG) legt fest, wie der öffentliche Verkehr zu gestalten ist, damit er den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen entspricht. Die Umsetzung der notwendigen Massnahmen nimmt die BLT ernst.
Die Haltestellen sind mit einer bedarfsgerechten Beleuchtung ausgerüstet. Befindet sich keine Person auf der Haltestelle, wird die Leistung automatisch auf ein absolutes Minimum von fünf Prozent gedimmt, wodurch Energie eingespart wird. Sobald sich eine Person oder das Tram der Haltestelle nähert, wird die Beleuchtung mittels Bewegungssensoren erhöht. Entfernen sich die Person und das Tram von der Haltestelle, wird die Beleuchtung automatisch auf das Minimum gedimmt.
Mit der gedimmten Beleuchtung können Energie eingespart und die Lichtverschmutzung reduziert werden. Mit möglichst geringen Lichtemissionen kann die BLT aktiv zu einer Verbesserung der Vielfalt an nachtaktiven Insekten und Faltern beitragen.